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Kombucha-Tee im Zwielicht
Der Kombucha-Tee gilt in der Wellness-Szene als Allround-Heilmittel. Laut Werbung soll er seine heilende Wirkung
vor allem bei Gelenk- und Rückenschmerzen, Hämorrhoiden, Verstopfung und vorbeugend sogar gegen Krebs
entfalten. Doch die aus einem Hefepilz und Bakterien gewonnene gelatineartige Masse kann die zahlreichen gesundheitsfördernden
Versprechungen nicht halten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Mediziners Edzard Ernst von der britischen
Universität Exeter, die jetzt in der Fachzeitschrift «Forschende Komplementärmedizin und Klassische
Naturheilkunde» veröffentlicht wurde.
Demnach gibt es bislang keine am Menschen durchgeführte klinische Studie, die die versprochenen gesundheitsfördernden
Wirkungen des Kombucha-Tees nachweist. Es seien sogar bei dem Konsum des Tees Gesundheitsrisiken möglich,
da sich unter unhygienischen Produktionsbedingungen Krankheitserreger im Pilz vermehren könnten. So gebe es
Berichte über Leberschäden, Kopfschmerzen und Infektionen. Werde der Kombucha-Pilz unter hygienischen
Bedingungen hergestellt, bestehe jedoch kein generelles Gesundheitsrisiko, betont der Wissenschaftler.
(Quelle: Forschende Komplementärmedizin und Klassische Naturheilkunde, 2003, 10, S. 85-87)
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